Versteckte Kostenfallen - Handyplex

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Magazin

Versteckte Kostenfallen

Mobile Abzocke: So vermeiden Sie gern gemachte Fehler!

Längst haben findige Finsterlinge und windige Firmen Mittel und Wege gefunden, den Spaß an mobiler Kommunikation zu einem finanziellen Desaster werden zu lassen. Besonders Jugendliche und Menschen mit wenig Affinität zur Technik stehen im Blickpunkt der Gauner. Treffen kann es jedoch jeden. Mit gezielten Trick-Anrufen und SMS, Abos für Multimedia-Angebote, Gewinnspielen und dem falschen Versprechen von der großen Liebe wird hier Nepp am Kunden begangen. Aber auch die Mobilfunkanbieter treiben durch komplexe Tarifstrukturen und hohen Roaming-Gebühren die Kosten in die Höhe. Wir zeigen Ihnen, wovor Sie sich in Acht nehmen sollten, damit das mobile Vergnügen nicht im Bankrott endet.

Richtiger Tarif

Wichtig ist, dass man sich bereits vor Vertragsabschluss darüber im Klaren sein sollte, wozu man sein Handy vorwiegend nutzen möchte. Kosten spart, wer sich vorab erkundigt, bei welchem Anbieter Freunde, Verwandte oder Geschäftspartner sind. Mittlerweile bieten alle Anbieter so genannte Flatrates (Pauschaltarife) in verschiedenen Ausführungen an. In der günstigsten Variante kann man unbegrenzt viel vom Handy ins Festnetz telefonieren, in der zweiten soviel man möchte ins Festnetz und ins selbe Handynetz, die nächst bessere erlaubt einem gar unbegrenzte Gesprächsdauer in alle Netze aller Anbieter und die Luxusversion legt zudem eine Datenfalt fürs mobile Surfen ins Paket – natürlich wiederum mit gestaffelten Datenpaketen. Wer also rechtzeitig in Erfahrung bringt, mit wem er telefoniert und wofür er sein Smartphone darüber hinaus und in welchem Umfang nutzt, kann eine Menge Geld sparen. Viele Mobilfunkanbieter bieten auf ihren Internetseiten auch entsprechende Gebührenrechner zu dem Thema an.

Eltern haften nicht...



... für telefonierende Kinder.

Liebe Eltern, Sie dürfen nun einmal tief durchatmen. Laut einem Urteil des Amtsgerichts Düsseldorf, bedeutet die Überlassung des Handys der Eltern an deren Kinder nicht, dass sie zwangsläufig auch für das Konsumverhalten der Sprösslinge verantwortlich sind. Außerdem können die Eltern schlecht überwachen, was genau ihre Kleinen mit dem Mobiltelefon machen. Das bedeutet im Klartext, dass Sie für von Ihren Kids abgeschlossene Serviceleistungen wie Sparabo und Co. nicht in die Verantwortung gezogen werden können. Lediglich vom Schutzbefohlenen selbst unterschriebene Verträge sind rechtsgültig. Da es jedoch in aller Regel die Eltern sind, die zunächst den Vertrag mit dem Mobilfunkanbieter unterzeichnen, wird abzuwarten bleiben, ob das Düsseldorfer Urteil Bestand haben wird.

Bei SMS und MMS ist Obacht geboten, zwar bieten alle Anbieter Pakete oder Flatrates an, doch oft genug gelten diese nur deren Netz. Wer also viel in unterschiedliche Netze textet, sollte sich vor Buchung eines Tarifs genau informieren. Auch für das mobile Surf-Vergnügen werden Flatrates angeboten, allerdings sollte man hier zweimal hingucken. Wer mit Highspeed über UMTS oder LTE im Internet surfen möchte, bezahlt ohne Flatrate für das aufkommende Datenvolumen. Bis zu mehreren Euro pro geladenem MB können hier durchaus anfallen.

Wer volle Kostenkontrolle möchte, kein Vieltelefonierer ist und gar nicht oder selten mobil surft, sollte nach wie vor zur Prepaid-Karte greifen, auch hier gibt es mittlerweile Flatrate-Angebote. Nur allzu oft lassen sich Kunden außerdem von verlockenden Highend-Geräten in einen oder sogar mehrere Verträge locken. Ob und wann sich solche „Bundle“-Angebote rechnen, haben wir ausführlich in einer anderen Reportage dargelegt. Prüfen Sie immer zuerst, was Sie an Folgekosten erwartet, und ob es hochgerechnet auf die Vertragslaufzeit nicht günstiger wäre, das Endgerät ohne Vertrag zu beziehen.

Im Urlaub

Damit die Verbindungen auch im Urlaub ohne Probleme funktionieren, haben die deutschen Betreiber Verträge mit den entsprechenden ausländischen Anbietern abgeschlossen. Beim so genannten Roaming bezahlt jemand, der aus Deutschland anruft, lediglich die innerdeutschen Gesprächsgebühren, der Urlauber muss für die Kosten der ausländischen Telefongesellschaft aufkommen. Geht der Anruf nicht an den Empfänger durch, wandert er aus dem Urlaubsland zurück nach Deutschland, auf die Mailbox. Auch für diese Strecke bezahlt der Kunde. Hört der Handybesitzer die Mailbox später auch noch ab, bezahlt er zum dritten Mal.

Besser vorher informieren:
Tarife ohne Laufzeit für jeden Anspruch!

Chat-Betrug



Der Partner sieht ganz anders aus!

Wie kann man dem Handybenutzer mehr Geld abnehmen, als mit einer Premium-SMS? Richtig, in dem man ihn dazu bewegt, mehrere zu verschicken. Dies gelingt den Abzockern über SMS-Chats. Deren Nummern flimmern tagtäglich über die heimische Mattscheibe oder finden sich im Internet. Oft locken verführerische Bilder mit interessanten Profilen. Am anderen Ende der Leitung sitzt aber lediglich ein professioneller Texter, der mehrere Kunden gleichzeitig betreut. Seine Aufgabe besteht darin, die Chatter möglichst lange bei der Stange zu halten. Die große Liebe wird versprochen, was bleibt ist eine hohe Rechnung, denn für jede SMS werden mehrere Euro fällig.

Anzeige

In den USA oder in Asien kommen für angenommene bis zu 1,50 Euro pro Minute zusammen. Wer seine Lieben in der Heimat selber anrufen möchte, muss noch tiefer in die Tasche greifen. Für den SMS-Versand können zwischen 29 und 49 Cent anfallen. Um Geld zu sparen, sollten man sein Handy abschalten, oder alle Gespräche noch in Deutschland auf die Mailbox umleiten lassen, so kommen nur SMS durch. Wer auch auf Reisen nicht auf seine Erreichbarkeit verzichten möchte, der sollte zumindest im Vorfeld abklären welche Kosten auf ihn zukommen und welcher ausländische Anbieter am günstigsten ist. Denn bei Grenzüberschreitung werden Sie von Ihrem Betreiber automatisch in ein Netz übergeben, obwohl Sie meist aus einer Vielzahl von Netzen manuell über das Handy wählen können. Bei längeren Auslandsaufenthalten kann es sogar ratsam sein, sich eine Prepaid-Karte von einem lokalen Mobilfunkanbieter zu besorgen. Natürlich erhalten Sie mit dieser Karte eine andere Rufnummer, die Sie vorab an potentielle Anrufer kommunizieren müssen. Weitere Spartipps zum Telefonieren im Ausland finden Sie hier.

Logos, Klingeltöne und Spiele

Premium-SMS und Sparabo, zwei Begriffe die sich nicht wirklich nach Abzocke anhören und durchaus nützliche Bezahlmethoden darstellen können. Hinter der hübschen Wortfassade steckt jedoch häufig die geschickte Vermarktung von Logos, Klingeltönen und Spielen fürs Mobiltelefon. Unter einer Premium-SMS versteht man eine Kurznachricht die über die Kosten des Netzbetreibers hinausgeht, und dafür eine Zusatzleistung anbietet. Die Angebote zielen auf Kinder und Jugendliche und liefen früher durchgehend auf MTV und VIVA. Oft wird mit kostenlosen Klingeltönen, Logos oder Spielen geworben. Schickt man eine entsprechende SMS an eine der 4- oder 5-stelligen Nummern, schließt man meist aber automatisch ein Sparabo ab, durch welches weitere Kosten anfallen. Abos lassen sich oft nur per erneutem SMS-Versand eines speziellen Codewortes kündigen.

Online-Spieler brauchen sie: Günstige Datentarife mit und ohne Hardware!

Rückwärts gerechnet



Wer anruft, zahlt... nicht!

In Amerika sind sie Gang und Gäbe, bei uns weniger verbreitet: „R-Gespräche“. Bei einem solchen Telefonat zahlt nicht derjenige, der anruft, sondern derjenige der angerufen wird. Ein hiesiges Unternehmen warb vor einiger Zeit mit dem Slogan „Kostenlos telefonieren“. Dies gilt jedoch lediglich für den Anrufer. Der Angerufene darf tief in die Tasche greifen. 1,74 Euro kostet eine Minute, bei einem Anruf vom Handy aus. Bei einem R-Gespräch fragt zuerst ein Tonband ob man das Telefonat annehmen möchte. Dazu muss der Empfänger eine bestimmte Taste auf dem Handy drücken. Über die genauen Kosten wird der Angerufene bei seriösen Anbietern immerhin informiert.

Gerne werden ähnliche Angebote auch über 0190er oder 0900er Nummern abgewickelt, welche geschickt mit der Deutschlandvorwahl kaschiert werden, zum Beispiel 00491- 90… Minutenpreise von bis zu 2 Euro oder mehr sind hier normal. Wer trotzdem nicht auf den neuesten Charthit, den Bildschirmhintergrund seines Lieblingspopstars oder das neueste Handyspiel verzichten möchte, sollte direkt bei seinem Mobilfunkanbieter Inhalte downloaden oder diese Inhalte über Einzelkäufe erwerben. So bleiben zumindest die Kosten jederzeit unter Kontrolle. Allerdings kann sich zum Beispiel für begeisterte Handyspieler, die ohnehin jeden Monat mehrere Spiele erwerben, ein Sparabo durchaus sehr schnell auszahlen. Auch hilft nur, das eigene Nutzerverhalten genau zu kennen und die jeweiligen Kosten gegenzurechnen. Wer dagegen kein Risiko eingehen möchte, kann sich Klingeltöne und Hintergründe am PC selber erstellen und aufs Handy schicken. Bei vielen neuen Geräten liegt das dazu benötigte Datenkabel inklusive Software bereits bei. Für Smartphone-User stellt sich diese Problematik zum Glück nur sehr entschärft dar. Die Preismodelle der gängigen App-Stores sind durchaus transparent und über Klingelton-Abos können erfahrene Telefonisten sowieso nur noch müde lächeln.

Anzeige R Tablets u Datentarife 300x250 Banner

Nicht zurückrufen, nicht planlos klicken!

Eine weitere Finte der Betrüger ist der Rückruf-Trick. Hierzu bekommt das vermeintliche Opfer einen Anruf. Die Gauner lassen nur kurz durchklingeln, damit die Nummer auf dem Display des Gegenübers erscheint. Durch die unbekannte Nummer auf dem Handy ist die Neugier geweckt und man ruft zurück. Allerdings meldet sich dann keine sympathische Person am anderen Ende, sondern ein Tonband einer Auslands- oder teuren Servicenummer. Beliebte Nummern sind beispielsweise die 0900 oder die 0137, da diese oftmals mit der Handyvorwahl 0173 verwechselt wird. Auch über SMS wird zum Rückruf animiert. Gern benutzte Methoden hierbei sind SMS, die über einen Gewinn informieren oder vermeintliche Liebesbekundungen junger Damen. Schützen kann man sich, wer die 0900-Nummern beim Anbieter sperren lässt und sich vor dem Rückruf im Internet erkundigt, woher die Vorwahl stammt. Am sichersten ist es jedoch auf einen zweiten Anruf zu warten, denn wer ein dringendes Anliegen hat, wird zurückrufen.

Ein weiterer, gern genommener Fallstrick ist das "versehentliche" Surfen im Internet. Viele Mobilfunkanbieter verpassen ihren Geräten mittlerweile so genannte Brandings. Unter Brandings versteht man speziell vom Anbieter entwickelte Software beziehungsweise veränderte Handys oder Smartphones. Was der Provider als Service verkauft, ist in Wirklichkeit eine Irreführung des Kunden. Mindestens eine Taste eines gebrandeten Handys führt oft direkt ins Internet. Wer so aus Versehen im WWW landet, wird zur Kasse gebeten, sofern er keine Datenflat gebucht hat. Bei neuen Handys kann man diese Tasten nicht mehr mit einer anderen Funktion belegen. Ein Debranding, also das Rücksetzen des Handys in den vom Hersteller vorgesehenen Zustand, ist in Fachgeschäften oder über spezialisierte Internetdienstleister möglich.



(Nicht nur) die eigenen Finanzen fest im Griff!


Versteckte Kostenfallen lauern überall, und nichts ist wichtiger als geordnete Finanzen. Mit einem Fernstudium gelingt das persönliche und professionelle Finanzmanagement – bei freier Zeiteinteilung und von Zuhause aus! Zum Beispiel mit diesen Fernkusren:

Anzeige Flat M Flex rec
 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü