Sony PSP - Handyplex

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Sony PSP

Game Boy adé – die PSP war der Walkman des 21. Jahrhunderts!

Seit dem 1. September 2005 gibt es in Deutschland die PSP. Oder "PlayStation Portable", wie sie in der langen Version heißt. Bedeutet übersetzt so viel wie "tragbare PlayStation" und trifft damit den Nagel auf den Kopf: Schon die erste PSP war praktisch eine PlayStation 2 im Taschenformat! Das klingt auf dem Papier zwar nicht besonders spannend, aber man muss sich mal klar machen, was das bedeutet. Angenommen, Sie sitzen gemütlich zuhause und spielen an einer PlayStation 2. Jetzt nehme man das, was Sie da auf dem Fernseher sehen, und transferiere es genau so auf einen kleinen, schwarzen Kasten, den Sie im Zug oder sonst wo in Ihren Händen haltet, nur viel kleiner. Tadaa – das ist die PSP! PlayStation 2-Spiele immer und überall! In der Bahn, im Urlaub, auf der Arbeit (aber nicht erwischen lassen!), im Bett, auf dem Klo, in der Dusche... na ja, da wohl lieber nicht.

Klein, schwarz, sexy

Doch halt, ganz so einfach geht das jetzt auch wieder nicht! Sie konnten nicht irgendwelche PlayStation 2-CDs nehmen und sie in die PSP stopfen. Das passte nicht, die PSP war dafür viel zu klein. Für die PSP gab es spezielle Scheiben als Datenträger für die Spiele. Eine Art DVD im Miniformat und in einem Plastikgehäuse, damit sie nicht so leicht verkratzen. "UMD" hießen die Dinger, das stand für "Universal Media Disc". Frei übersetzt etwa "Universale Medienscheibe". Also, PlayStation 2-Spiele schluckte die PSP nicht. PlayStation 2-Spiele auf UMD kopieren fiel auch flach, denn die dafür notwendigen Geräte hatte keiner zuhause und so richtig legal wäre das Ganze auch nicht. Daher hatten sich die Hersteller von Spielen hingesetzt und einen ganzen Batzen neuer Spiele für die PSP programmiert. Über 40 Spiele waren seit dem 1. September erhältlich. Bereits vier Tage nach dem Europa-Start wurde die PSP 185.000-mal verkauft und brach damit in diesem Zeitraum alle bisherigen Rekorde.

Die erste PSP ohne UMD-Laufwerk war die 2009 erschienene PSP N-1000, auch PSP Go genannt. Der etwas verkleinerte Bildschirm kam nun als Slide-Screen daher, mit dem Bedienelemente verdeckt werden konnten. Hinzugefügt wurden außerdem ein 16 GB großer Flash-Speicher für PlayStation-Downloads, Videos, Musik, Fotos oder Spielstände, ein Bluetooth-Adapter für drahtlosen Datenaustauch, ein integrierter, nicht wechselbarer Akku sowie Memory Stick Micro-Unterstützung. Das Gerät wog nur noch 159 Gramm, und Spiele waren ausschließlich als Download über den PlayStation-Network Store erhältlich. Eine weitere, preisgünstige und abgespeckte Version erschien mit der PSP E-1000 (PSP Street) im Herbst 2011, bevor die PSP-Reihe im Februar 2012 endgültig durch die PlayStation Vita abgelöst wurde.

Der Rivale: Gizmondo



Eigentlich eine ziemlich coole Idee...

Noch mal langsam zum Mitsingen: Giz-mon-do. Wie die PSP konnte der Gizmondo auch MP3-Tracks und Videofilme abspielen. Witzigerweise war das Gerät zur Hälfte ein Handy: Man konnte damit zwar nicht telefonieren, wohl aber SMS und E-Mails senden und empfangen. Über ein eigenes Musikportal (vergleichbar mit iTunes oder Musicload.de) konnten Sie sich Musik direkt aufs Gerät runterladen –über drei Millionen Titel standen zur Wahl. Das Tüpfelchen auf dem "i" war das eingebaute GPS, das man von Navigationsgeräten in Autos kennt. Damit wurde der Gizmondo praktisch zum Routenplaner oder half Ihnen, sich in einer fremden Stadt zurechtzufinden.

Bis zur Einstellung der Produktion in 2006 wurden allerdings nur etwa 10.000 Geräte verkauft, erhältlich war der Gizmondo nur in den USA, in Großbritannien und Irland. Carl Freer, CEO und Gründer des inzwischen insolventen Gizmondo-Herstellers Tiger Telematics kündigte einen Nachfolger an, der nicht nur stärker als die PSP sein sollte, sondern unter anderem Widescreen, Telefonie, 2-Megapixel-Kamera und WLAN bietet. Er sollte in 2008 erscheinen, wozu es allerdings nie kam…

PSP in der Praxis

Beim Auspacken und Einschalten der ersten PSP fiel neben dem sehr edlen und sauber verarbeiteten Design der erstklassige Bildschirm auf. Strahlend hell und gestochen scharf – damit zog man in der Öffentlichkeit garantiert die Blicke auf sich! Die System-Software präsentierte sich in schickem Rot mit weißer Schrift und bot zahlreiche Grundfunktionen, unter anderem Einstellung der Sprache, Uhrzeit und Datum, Wiedergabelautstärke, Formatieren des Memory Sticks u.v.m.

Natürlich waren Spiele viel interessanter, also gleich mal Ridge Racers eingeworfen. Was sich dann auf dem Bildschirm präsentierte, übertraf so ziemlich alles, was man je auf Handhelds gesehen oder für möglich gehalten hat. Sorry, liebe Nintendo-Fans, aber rein technisch rammte die PSP den DS unangespitzt in den Boden! Gut, das war schon vorher klar, aber was Ridge Racers für eine Vorstellung ablieferte, war wirklich beeindruckend! Die Akkulaufzeit konnten wir aus Zeitmangel leider nicht genauer testen, zumal sie auch von vielen Faktoren wie Bildschirmhelligkeit, Lautstärke, Ladezugriffe und Wi-Fi-Einsatz abhing, hier konnte es also zu großen Schwankungen kommen. Die offizielle Angabe von sechs Stunden dürfte allerdings als Optimalwert gelten, bei voller Auslastung konnte der Akku durchaus nach zwei Stunden in die Knie gehen. Nicht ganz unproblematisch waren auch die Ladezeiten: Ridge Racers brauchte zum Laden einer Strecke etwa 13 bis 15 Sekunden – Sie können ja mal auf die Uhr schauen, wie lang Ihnen das vorkommt.

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Quanta costa?



Kein billiger Spaß!

Richtig billig war die ganze Sache leider nicht: Die PSP allein kostete schon 249 Euro, die Spiele lagen bei ca. 50 Euro pro Stück. Das PSP-Paket – auch "Value Pack" genannt – bestand aus der PSP selbst, einer schicken Tasche, einem Headset (Ohrhörer mit Fernbedienung), einem Akku mit Ladegerät, einem 32 MB großen Memory Stick Duo, Demo-Software und einem Staubtuch. Allerdings war die PSP ein verdammt starkes, kleines Teil und steckte so ziemlich jedes seinerzeit erhältliches Handy in die Tasche.

PlayStation Portable (PSP) - Technische Daten

Abmessungen (BxHxT):

170 mm x 74 mm x 23 mm

Gewicht inkl. Batterie:

280 g

Prozessor:

1-333 MHz

Speicher:

32 MB Hauptspeicher + 4MB Embedded DRAM

Display:

4,3 Zoll 16:9 TFT LCD, 480 x 272 Pixel, 16,7 Mio. Farben

Ausstattung:

Stereo-Lautsprecher, USB 2.0, Helligkeitsregler, Wi-Fi, Memory Stick Duo, Kopfhöreranschluss

Datenträger:

Universal Media Disc (UMD), 1,8 GB

Wireless-Verbindung:

bis zu 16 Geräte

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History: News zum Start der ersten PSP

10 Millionen PSP [der WLAN-Hersteller CyberTAN gab bekannt, einen Auftrag über 10 Mio WLAN-Module von Sony bekommen zu haben. Außerdem beabsichtigt die Firma Mitach Precision Technology 70% aller PSP-Gehäuse herzustellen und rechnet mit rund 700.000 Gehäusen pro Monat]

Archer McLean [der Schöpfer von International Karate und diversen Billard-Simulationen entwickelt ein Spiel namens Mercury, in dem ihr einen Quecksilbertropfen mittels Kippbewegungen der PSP durch ein Labyrinth bewegt]

Capcom [möchte wissen, was die Fans wollen. Auf der japanischen Capcom-Homepage gibt es eine Umfrage bezüglich Capcom-Spiele, bevorzugte Genres, Wi-Fi-Featues u.v.m.]

Climax [hat die Webseite zu Tenchji no Mon eröffnet. Das Action-RPG wird 2005 von Sony vertrieben]

Codemasters [arbeitet an PSP-Umsetzungen der bekannten Rennspiele Colin McRae Rally 2005 und TOCA Race Driver 2 alias DTM Race Driver 2. Beide Spiele sollen im Frühjahr erscheinen]

Connectivity [was Nintendo mit dem GBA und GameCube vormachte, könnten PSP und PS2 nachahmen. Dank USB-Ports lassen sich beide Konsolen miteinander "verlinken". Entsprechende Features sind u.a. für Metal Gear Acid in Verbindung mit MGS3 vorgesehen]

Final Fantasy VII Advent Children [der Animationsfilm wird aller Wahrscheinlichkeit nach nicht vor dem zweiten Quartal 2005 erscheinen]

Formular One [entsteht in den Studios von Traveller's Tales. Das Formel 1-Rennspiel enthält 18 offizielle Strecken, 20 Wagen und 10 Teams. Spielerisch soll es keine Simulation, sondern ein Arcade-Racer werden. Mit dem Memory Stick soll die Einbindung eigener Songs ermöglicht werden]

Mehr Handhelds [der Erfolg der PSP könnte laut Softwareanalysen entscheidend für den Handheldmarkt sein. Schlägt die PSP fehl, würden andere Hersteller, einschließlich Microsoft, nicht wagen, in das von Nintendo dominierten Segment einzusteigen]

Mirosofts [Robbie Bach kommentiert den PSP-Start folgendermaßen: "Wenn Sony durch einen Krieg mit Nintendo abgelenkt ist, dann ist das gut für uns." Sein Kollege Peter Moore sieht Nintendos Position nicht gefährdet: "Das wäre so, als wenn man sein eigenes kleines Betriebssystem entwickelt und Windows herausfordern will."]

Regionalcodes [wird es laut Sony America für PSP-Spielen definitiv nicht geben. Wohl aber für Filme, ähnlich wie bei DVDs]

Riesen-PSP [in der Zeit vom 28.11.04 bis zum 03.12.04 hing im Hauptbahnhof Tokio zu Werbezwecken eine 8 Meter breite PSP-Nachbildung, auf der Videos kommender Spiele zu sehen waren. Wenn das mal kein zielgruppenorientiertes Marketing ist!]

Satoru Iwata [der Nintendo-Präsident glaubt nicht an einen Erfolg der PSP. Seiner Ansicht nach funktioniere die altbewährte Formel, technischen Fortschritt und unglaubliche Grafik zu liefern, nicht mehr]

Sega [spricht in Rätseln: Für die PSP sollen unter anderem ein "Multi-Kampf-Sportspiel", ein Digital Pet, ein Grafikadventure und ein Kommunikationsspiel auf den Markt kommen]

Sony [London entwickelt ein Vehikel-Kampfspiel namens Fired Up, welches der Twisted Metal-Serie ähnelt. Bis zu acht Spieler können sich drahtlos mit schwer bewaffneten Fahrzeugen bekämpfen. Release unbekannt]

Spendenaktion [Ende November wurden 500 PSP-Geräte mit Namensgravur online versteigert. Die Käufer erhielten ihr Exemplar eine Woche vor dem Release, der Erlös ging an die Erdbebenopfer der Präfektur Niigata. Von den über 5000 Geboten lagen vier oberhalb von 2000 Euro]

Südkorea [soll im Frühjahr 2005 ebenfalls mit der PSP beliefert werden. Außerdem will man Spiele speziell für den koreanischen Markt herstellen]

Ubi Soft [hat sich die Rechte für die Handheld-Versoftung(en) des dritten Star Wars-Streifens Revenge of the Sith gesichert. Ubi Montreal liefert Umsetzungen für PSP, GBA und Nintendo DS]

Videos [können im MPEG4-Format auf dem Memory Stick gespeichert und von der PSP in astreiner Qualität abgespielt werden. Andere Formate können mit einer Konvertierungssoftware von Sony umgewandelt werden]

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