Nokia N-Gage - Handyplex

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N-GAGE: The Next Generation

Nokia machte das Smartphone zur tragbaren Spielkonsole!

Seien wir mal ehrlich: Besonders die erste Generation der Handyspiele waren – vorsichtig ausgedrückt – nicht so richtig klasse. Das hatte mehrere Gründe. Problem 1: Handys waren nunmal zum Telefonieren und nicht zum Spielen geschaffen worden. Problem 2: Viele Handys waren von der Rechenleistung noch zu schwach, um wirklich gute Spiele darstellen zu können. Problem 3: Es gab eine ganze Menge verschiedener Handys, die alle unterschiedlich ausgestattet und leistungsstark waren. Da lief halt nicht jedes Spiel auf jedem Gerät gleich gut.

Engage!

Also dachten sich ein paar schlaue Köpfe bei Nokia: "Nun denn, bauen wir halt ein Handy, das speziell zum Spielen da ist. Ein Handy, das richtig Power hat. Und Spiele, die auf diesem Handy laufen, sollen auch NUR auf diesem Handy laufen." Gesagt, getan – heraus kam im Oktober 2003 das N-Gage. Das erste N-Gage-Modell war noch nicht so das Gelbe vom Ei, also kam kurze Zeit später das deutlich bessere N-Gage QD hinterher. Und das war für eine lange Zeit das einzige Gerät, das die Bezeichnung "Spiele(r)-Handy" verdient hat. Oder "Gamer's Phone", wie Nokia es selbst nannte. N-Gage Spiele lieffen nur auf dem N-Gage und waren gegenüber den normalen Handy-Spielen deutlich schöner, größer, stärker – aber leider auch wesentlich teurer.

Multiplayer



Eigentlich ein alter Hut...

Was bei den neuen Handhelds Nintendo DS und
Sony PSP als große Neuerung angepriesen wurde, war auf Handys ein alter Hut: Multiplayer-Spiele ohne Kabelverbindung. Bluetooth hieß das Zauberwort einer Technik, die nicht nur Daten zwischen PC und Handy hin- und herschaufelte, sondern auch zwischen zwei oder mehreren Handys.

Nur leider gab es vor N-Gage-Zeiten noch nicht allzu viele (gute) Handy-Spiele, die Multiplayer-Funktionen mitbrachten. Einer der Missstände, die mit den neuen Nokia-Smartphones ein Ende haben sollten!

Also dachten sich ein paar schlaue Köpfe bei Nokia: "Nun denn, bauen wir halt ein Handy, das speziell zum Spielen da ist. Ein Handy, das richtig Power hat. Und Spiele, die auf diesem Handy laufen, sollen auch NUR auf diesem Handy laufen." Gesagt, getan – heraus kam im Oktober 2003 das N-Gage. Das erste N-Gage-Modell war noch nicht so das Gelbe vom Ei, also kam kurze Zeit später das deutlich bessere N-Gage QD hinterher. Und das war für eine lange Zeit das einzige Gerät, das die Bezeichnung "Spiele(r)-Handy" verdient hat. Oder "Gamer's Phone", wie Nokia es selbst nannte. N-Gage Spiele lieffen nur auf dem N-Gage und waren gegenüber den normalen Handy-Spielen deutlich schöner, größer, stärker – aber leider auch wesentlich teurer.

Nun blieb die Technik ja nicht stehen und modernere Handys holten kräftig auf. Nach den Foto-Handys waren Smartphones das nächste große Ding. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn diese Kraftpakete verschwanden nicht mehr so leicht in der Hosentasche. Hochmoderne Computer im Kleinformat, bei denen das Telefonieren nur eine Funktion unter hundert anderen ist. Diese Smartphones waren mittlerweile so stark, dass auch N-Gage-Spiele darauf hätten laufen können. Die Nokia-Smartphones benutzten das Betriebssystem Symbian OS, das schon damals so eine Art Windows fürs Handy darstellte. Auf diesem Betriebssystem baute die Serie-60 auf, die auch – und jetzt kommt der Trick – im N-Gage steckte. Folge des Ganzen: Ein leistungsstarkes Nokia-Smartphone der Series-60 war im Prinzip nicht viel anders als ein N-Gage und konnte somit auch Spiele in N-Gage-Qualität abspielen!

Der erste App-Store

Außerdem kannte und hasste man die lästige Prozedur: Schicken Sie eine SMS mit soundso an die 84141, und schon bekommen Sie das gewünschte Spiel direkt aufs Handy. Mit den neuen Smartphones sollte das wesentlich einfacher gehen: Sie verbanden sich direkt mit Nokias Spiele-Portal, wählten ein Spiel aus, klickten auf "Download" – fertig! Wahlweise konnten Sie die Seite auch ganz normal mit einem PC ansurfen, sich dort die Spiele runterladen und dann aufs Handy schaufeln. Was je nach Mobilfunkbetreiber sogar etwas billiger war... Besonders Klasse: Jedes Spiel konnten Sie kostenlos eine Stunde lang testen, bevor Sie sich endgültig zum Kauf entschieden!

Smarties

Für die Hersteller von Handy-Spielen war das eine tolle Sache, denn sie mussten ihre Spiele jetzt nicht für hundert verschiedene Modelle zurechtbiegen, sondern wussten genau, was sie aus dem Handy rausholen konnten. Die ersten Smartphones mit N-Gage-Power kamen im ersten Halbjahr 2006 auf den Markt. Einige der besten N-Gage-Spiele aller Zeiten stellen wir Ihnen im folgenden kurz vor:

Was ist ein Smartphone?



Der frühe Vogel...

Smartphone heißt übersetzt in etwa "schlaues Telefon". Damit sind Handys gemeint, die neben den üblichen Funktionen (Telefonieren, SMS, Fotos etc.) auch "professionelle" Anwendungen bieten, die man bisher nur vom PC oder Taschencomputern ("PDAs") kannte. Zum Beispiel Terminverwaltung und -Planung, große Kontaktdatenbanken, E-Mail, Aufgabenlisten, Notizblock, Diktiergerät und so weiter. Bürokram halt. Unterhaltungsfunktionen wie Digicam oder MP3-Player waren bei vielen frühen Smartphones zwar vorhanden, spielten anfangs aber eine eher untergeordnete Rolle. Smartphones richteten sich hauptsächlich an Geschäftsleute, die viel auf Reisen waren und ständig Daten mit verschiedenen Firmen austauschen mussten.

Für Spieler waren Smartphones zu diesem Zeitpunkt  eher uninteressant. Das wollte Nokia nun also in Zukunft ändern: Man nehme die technische Leistung der bisherigen Smartphones, nur ohne den ganzen Business-Schnickschnack, dafür mehr auf Spiele ausgelegt. Die Geschichte zeigt, wie richtig Nokia damit eigentlich lag – allerdings einige Jahre zu früh!

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Glimmerati



Nächtliche Straßenrennen finden nicht nur unter prolligen Auto-Nerds statt, sondern sind auch bei stinkreichen Schnöseln sehr beliebt. Ausgetragen werden die Rennen vom exklusiven "Club Glimmerati" und finden an Schauplätzen wie Paris, Monaco oder Mailand statt. In solch elitären Kreisen gibt es ab und an auch mal Spezialaufträge: Schauspieler von Hotels abholen, Flucht vor Paparazzi oder ein ganz "normales" Rennen. Dazu stehen Ihnen nicht nur Autos zur Verfügung, sondern auch mal die schicke Stretch-Limousine, ein schnittiges Motorboot oder gleich der Helikopter – Geld spielt schließlich keine Rolle. Etwas ungewöhnlich ist die Verfolgeransicht, die aussieht wie aus einem Hubschrauber. Über die N-Gage-Arena präsentieren Sie Ihre Rekorde der Weltöffentlichkeit, dank Bluetooth können Sie auch mit drei weiteren Freunden gleichzeitig durch die Nacht heizen.

Hersteller: Bugbear Entertainment
Genre: Rennspiel

+ stimmungsvolle Grafik
+ klasse Soundtrack
+ "erwachsener" Stil
- könnte umfangreicher sein

Fazit: Heiße Rennen in der High Society – sieht schick aus und macht Laune.

Wertung:
GUT (84%)

Splinter Cell: Chaos Theory



Splinter Cell – das steht für spannende Schleich-Action und spektakuläre Licht- und Schattenspiele. Und ausgerechnet dieses Spiel auf einem Handy? Das kann ja nur schief gehen, oder? Weit gefehlt! Splinter Cell: Chaos Theory ist auf dem N-Gage eine exzellente Konsolen-Umsetzung, die alle wichtigen Features des "großen" Bruders adoptiert: Super 3D-Grafik, tolle Lichteffekte, tierisch viele Aktionsmöglichkeiten und Sam Fishers fette High-Tech-Ausrüstung mit vielen lustigen Spielzeugen wie Wärme- und Nachtsichtgerät. So viel Klimbim ermöglicht spannende Missionen: Sie hacken Computersysteme, schalten Überwachungskameras aus, befreien Geiseln und beseitigen Verbrecher – möglichst lautlos und unbemerkt. Sogar der Multiplayer-Part haut rein: Entweder zu viert gegeneinander oder zu zweit im Team durch die Missionen. Größte Hürde ist gerade am Anfang die komplexe Steuerung. Ansonsten ein super Spiel!

Hersteller: Gameloft
Genre: Action

+ super Grafik & Sound
+ klasse Multiplayer-Modus
+ spannende Missionen
- überladene Tastenbelegung

Fazit: Erstaunliche Umsetzung des Konsolen-Vorbilds, technisch und spielerisch erste Sahne!

Wertung:
SEHR GUT (87%)



Pathway to Glory



Strategiespiele sind nicht unbedingt die Sorte Spiele, die man mit Handys in Verbindung bringt. Umso erstaunlicher, dass es auf dem N-Gage mit Pathway to Glory einen ganz starken Vertreter dieser Gattung gibt. In 14 Missionen kommandieren Sie eine Gruppe von US-Soldaten durch den zweiten Weltkrieg. Zug um Zug schicken Sie Ihre Mannen über das Schlachtfeld und erledigen die verschiedensten Aufgaben. Dabei müssen Sie nicht nur die Spezialfähigkeiten Ihrer Soldaten berücksichtigen, sondern sich auch das Gelände zu Nutze machen. Sehr lobenswert auch die Multiplayer-Funktionen: Per Bluetooth können Sie sich mit bis zu sechs Spielern gegenseitig bekriegen oder gemeinsam in die Schlacht ziehen, Online-Matches sind über die N-Gage-Arena möglich. Das Ganze verpackt in wunderbar detaillierte Grafik und packendem Sound – was will man mehr?

Hersteller: Nokia
Genre: Strategie

+ intelligente Missionen
+ vorbildliche Multiplayer-Features
+ super Sprachausgabe
+ detaillierte Grafik

Fazit: Erstklassige Strategie-Perle – Pflichtkauf fürs N-Gage!

Wertung:
SEHR GUT (90%)



Worms World Party



Worms ist ohne Zweifel ein Kultspiel – auf jedem System! Auf dem N-Gage bleiben sie bei ihren zweidimensionalen Wurzeln. Sprich, die beiden Parteien stehen sich links und rechts gegenüber und fackeln ein Feuerwerk der Vernichtung ab: Maschinengewehre, Bananenbomben, Heilige Handgranaten, Fernlenktauben und die bekannten explodierenden Schafe. Schwarzer Humor wird wieder ganz groß geschrieben und wie sich die putzigen Würmchen gegenseitig in die Luft jagen, sorgt immer wieder für Vergnügen allerorten. Idealerweise gleich mit mehreren Leuten, denn Worms war schon immer ein starkes Multiplayer-Spiel. So auch Worms World Party: Bis zu vier Spieler können sich nicht nur über Bluetooth, sondern auch nacheinander an nur einem System bekriegen. Oder das Ganze online über die N-Gage-Arena.

Hersteller: Team 17
Genre: Srategie

+ Worms – KULT!!
+ wie immer super witzig!
+ perfekt für Multiplayer
- z.T. lange Ladezeiten

Fazit: Auch auf dem N-Gage sind die kultigen Würmer eine Spaßbombe!

Wertung:
SEHR GUT (85%)

The Roots: Gates of Chaos



Wetzt die Schwerter, Freunde, denn jetzt wird wieder zerhackt und erschlagen! Oder "Hack'n'Slay", wie die Freaks sagen. Fünf tapfere Krieger machen sich von dannen, den Heerscharen der Finsternis Einhalt zu gebieten, nämlich Ritter, Kriegerin, Hexer, Zauberin und Dieb. Jeder mit den typischen Fähigkeiten: Der Ritter prügelt an vorderster Front auf die Goblins ein, Magier lassen ihre Zaubersprüche lieber aus dem Hintergrund los. Zwischen den 20 Szenarien können Sie sich bei einem Händler zu Apothekenpreisen mit Ausrüstung und Nahrung zudecken oder sich beim Jäger Aufträge einholen. Das fröhliche Gemetzel gegen niedere Kreaturen spielt sich prima und macht Laune, ist allerdings nicht allzu hübsch anzuschauen. Zwar hat man sich um viele Details bemüht, oft verklumpen die Schlachten aber zu einem hässlichen Pixelbrei. Schade eigentlich!

Hersteller: Tannhauser Gate
Genre: Rollenspiel

+ sehr gelungene Steuerung
+ toller Fantasy-Stil
+ hohe Spieltiefe
- matschige Grafik

Fazit: Für Rollenspiel- und Fantasy-Freunde genau das Richtige!

Wertung:
GUT (81%)

Xanadu Next



Xanadu Next ist ein Spiel, das einem ein bisschen Leid tut, denn es hätte richtig gut werden können. Wie beim Genre-Kollegen The Roots: Gates of Chaos werden hier Monster am Fließband geschlachtet, was schwerer ist, als man es gern hätte. Die Viecher sind verdammt stark und hauen einen gerne mal mit nur einem Schlag ins Nirwana. Das ist besonders dann frustrierend, wenn man sich zwecks speichern auf einem Minuten langen Rückmarsch ins Dorf befindet, das Ziel aber nicht mehr lebend erreicht. Zugegeben, das Ganze sieht grafisch wirklich hübsch aus. Kleinere Rätseleien und ein interessantes Sammelkartensystem sind eine willkommene Ergänzung. Und wären die Gegner nicht so verflucht stark, würde das Spiel dank der guten Steuerung sogar Spaß machen. Aber in dieser Form... nur was für die ganz Harten!

Hersteller: Falcom
Genre: Rollenspiel

+ ordentliche Steuerung
+ gute Gameplay-Idden
- viele kleine Nervereien
- sauschwer

Fazit: Gute Ansätze, gute Ideen, teilweise arg in den Sand gesetzt.

Wertung:
BEFRiEDIGEND (72%)

 
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