Handy-MP3s codieren - Handyplex

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Handy-MP3s codieren

Von der CD aufs Handy: So geht's!

Viele Handy-Besitzer verfügen über eine gut sortierte CD-Sammlung – und schrecken doch davor zurück, ihre liebsten Songs ins Platz sparende MP3-Format zu konvertieren. Stattdessen zahlen sie für kostenpflichtige Downloads oder, schlimmer noch, besorgen sich ihre MP3s per illegalem Filesharing. Das ist nicht nur äußerst riskant, sondern meist auch unnötig. Denn das Codieren ist schnell erledigt, die Dateien lassen sich gleich nach eigenen Vorlieben verwalten und das nötige Werkzeug haben Sie in der Regel ohnehin auf ihrem PC. Natürlich gehen wir in unserem Praxiskurs davon aus, dass Sie ausschließlich Songs von nicht kopiergeschützten CDs umwandeln. Dabei kann es sich selbstverständlich auch um Lieder handeln, die Sie aus dem (Internet-) Radio auf eine CD-R(W) aufgenommen haben. Einen Kopierschutz, den Sie bekanntermaßen nicht umgehen dürfen, gibt es auf Rohlingen nämlich nicht.

In den späten 90ern so richtig groß geworden, ist das MP3-Format neben DivX und JPEG wohl der berühmteste und wichtigste Codec der Welt. Drei kleine Zeichen, die für Musikfans rund um den Globus einen wahren Quantensprung in der Audiounterhaltung bedeuten. Wo eine einzige CD im nicht komprimierten .wav-Format gerne 800 Megabyte beansprucht, macht sich der MP3-Encoder quasi mit seiner kompetenten Kettensäge daran, all den Audioschrott, der zusammen mit dem Song auf der Festplatte landete, komplett abzusäbeln. Das Ergebnis ist beeindruckend: Selbst bei mageren 128kbps nimmt ein Song statt 50 nur noch 5 Megabyte an Platz ein – und das für annährend gleich guten Klang, der mit steigender Bitrate sogar weiter verbessert werden könnte - ideale Voraussetzungen für die mobilde Nutzung.

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Die richtige Bitrate



Nicht zu groß, doch hörbar gut

Windows Media Player gibt Ihnen die Möglichkeit, für Ihre MP3-Dateien selbst Bitraten zwischen 128 und 320 KBit/s festzulegen. Mit höherer Bitrate steigt die Audioqualität, aber auch die Dateigröße. Welche Bitrate ist denn nun die richtige? Bitraten von 64 KBit/s wie beim (qualitativ schlechten) Internetradio sowie von Platz fressenden 320 KBit/s. kommen für Handy-User nicht in Frage. Gebräuchlich ist eine Bitrate von 128 KBit/s, in der auch die meisten MP3-Dateien kommerziell distributiert werden. Allerdings geht bei dieser Bitrate besonders bei den Höhen und Mitten Audioqualität verloren. Trotzdem werden die meisten Handybesitzer sie als ausreichend empfinden. Sollten Sie allerdings über ein hochwertiges Headset verfügen oder dieselben MP3-Dateien auch über Ihre HiFi-Anlage hören wollen, raten wir dringend zu einer Bitrate von 192 KBit/s.

Schnell und einfach

Längst gibt es eine Vielzahl MP3-Codierer, die als Tool oder kleines Programm hervorragende Dienste leisten. Deren Handhabung ähnelt sich trotz kleinerer Unterschiede auf allen Betriebssystem sehr. In unserem Beispiel gehen wir exemplarisch von einem PC mit Windows-Standardsoftware aus. Zum Codieren Ihrer Musikdateien benötigen Sie lediglich den Windows Media Player. Alle Screenshots auf dieser Seite stammen aus der noch immer weit verbreiteten Version 10. Nachdem Sie eine Audio-CD in das Laufwerk Ihres PC eingelegt und den Windows Media Player gestartet haben, wählen Sie die dritte Option aus der blauen Menüleiste "Von Medium kopieren". Sie sehen nun eine Songliste Ihrer CD mit Informationen zu den einzelnen Tracks, die Sie durch ein Häkchen im Auswahlfeld ganz links für den Kopiervorgang auswählen können.

Nachdem Sie sich so für Ihre Songauswahl entschieden haben, wählen Sie im Hauptmenü unter "Extras" den Menüpunkt "Optionen" und dort "Musik kopieren". In dieser Karteikarte ändern Sie die Voreinstellung des Ausgabeformats von "Windows Media Audio" in "MP3" und legen mit dem Schieberegler unter "Audioqualität die gewünschte Bitrate fest. Gleichzeitig bekommen Sie hier den benötigten Speicherplatz angezeigt. Vergessen Sie bitte nicht, ebenfalls in dieser Karteikarte den Speicherort Ihrer MP3-Dateien festzulegen. Diese Auswahl treffen Sie über die Schaltfläche "Ändern". Voreingestellt ist der Ordner "Eigene Musik" im Verzeichnis "Eigene Dateien" Ihres Benutzerprofils. Über die Schaltfläche "Dateiname" legen Sie außerdem fest, welche Informationen zusätzlich Titel und Interpret übernommen werden sollen. Zur Auswahl stehen Titelnummer, Album, Genre und Bitrate. Vergessen Sie bitte nicht, alle Änderungen in der Karteikarte "Musik kopieren" durch einen abschließenden Klick auf die Schaltfläche "Übernehmen" und dann auf "OK" zu bestätigen.

MP3-Technik



Können Sie mich hören?

Qualität aus deutschen Landen: Entwickelt am Frauenhofer-Institut in Erlangen, ist das Musikkompressionsformat MP3 (kurz für MPEG-1 Audio Layer 3) nach wie vor der beliebteste Audioschrumpfer im PC-Bereich. Es verkleinert Musikdateien, indem es hörbare Geräusche so verändert, dass nur die vom menschlichen Gehör wahrnehmbaren Frequenzen, Nachtöne und Tonspitzen erhalten bleiben. MP3 ist also alles andere als verlustfrei, schneidet aber nur die Teile ab, die ein Zuhörer unserer Spezies sowieso nicht braucht.

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Von der Festplatte aufs Handy

Sie haben nun alle Vorarbeiten zum Codieren Ihrer MP3-Dateien erfolgreich abgeschlossen. Mit einem Klick auf den Menüpunkt "Musik kopieren" starten Sie die Codierung, die pro ausgewähltem Song nur wenige Sekunden in Anspruch nimmt. Über den Fortschritt informiert Sie ein Statusbalken, erfolgreich codierte Songs werden in der Trackliste entsprechend gekennzeichnet – fertig! Als letzten Schritt müssen Sie nur noch die fertigen MP3s auf Ihr Handy übertragen. Dies können Sie mit der Software Ihres Handyherstellers erledigen, komfortabler und mit viel mehr Möglichkeiten geht’s allerdings mit speziellen Programmen wie dem etwas betagten, aber immer noch guten "Handset Manager" von Mobile Action, der inzwischen in der Alcatel PC Suite aufgegangen ist.

... doer doch lieber iTunes?

Wie füllt der Musikliebhaber Flash und Festplatte, ohne dabei gleich gegen 43 Seiten deutschen Gesetzestext zu verstoßen? Und ohne jeden aufwand für das Digitalisieren eigener CDs? Die Antwort lautet: Legale Downloadportale. Hier kann jedermann seine digitalisierte Lieblingsmusik bequem und gegen eine bestimmte Gebühr herunterladen. Als Primus gilt nach wie vor das Apple-Musikordnungsprogramm iTunes. Es läuft auch aufv anderen Plattformen und stellt auf Wunsch eine Verbindung mit dem iTunes Music Store her. Hier warten kostenpflichtige Songs aus allen Genres von Rock über Pop bis zum Jazz und sogar Hörbücher oder Vorlesungen aus der iTunes University auf interessierte Kunden.



Selber Musik machen?


Keine Frage: "Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum" (Friedrich Nietzsche). Und das gilt nicht nur für die MP3-Sammlung auf dem Handy. Noch mehr Spaß kann es bringen, selbst Musik zu machen. Als eigene Songs oder im Zusammenspiel mit Film, Video und Multimedia. Wie das geht? Mit dem passenden Fernstudium kann's jeder lernen!

 
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