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Mobil zu Hause

Es wächst zusammen, was zusammengehört: Festnetztelefone treffen Handyfeatures

Ruhig ist es geworden um das gute, alte Festnetztelefon im Zeitalter der TV-LTE-Smartphones, Echtzeit-Chaträume, Instant Messenger und Flatrates. Früher noch das Allzweck-Kommunikationswunder, ist es mittlerweile quasi das Stiefkind der "Unterhaltungsindustrie". Von vielen verschmäht, weil es im Vergleich mit anderen Kommunikationssystemen entweder zu teuer oder zu langweilig geworden ist: Messenger, Chats und Internetforen lachen selbst bei 10.000 Kilometern Distanz zwischen den Gesprächspartnern der Telefonrechnung dank DSL-Flatrate ins Gesicht und bieten zudem die Möglichkeit, die Unterhaltung archivieren und jederzeit noch einmal nachlesen zu können. Dasselbe gilt auch für SMS/MMS in Zeiten von WhatsApp & Co. Bleibt die Frage: Was kann das Festnetztelefon dann überhaupt noch? Die Antwort ist klar: Nachlegen!

Quo Vadis

Abgesehen von einigen, wenig jubelverdächtigen Versuchen, im 18. und 19. Jahrhundert mit Hilfe von Pipelines gesprochene Wörter über längere Distanzen zu übertragen, gilt der 1837 von Samuel Finley Breese Morse (nach dem auch der Morsecode benannt ist) realisierte Morsetelegraph als Pionier der Kommunikationstechnik. Damit war der Grundstein für Gesprächsübermittlung via elektrische Signale gelegt. 1876 baute Alexander Graham Bell darauf auf und setzte die Entwicklung der Telekommunikation mit den Bell-Telefonen fort. Die Basis stand, die nun folgenden Neuerungen sollten insbesondere Gesprächsqualität, Features, Größe und – ganz oben auf der Liste – den Bedienkomfort verbessern. Denn bis zum Zeitalter von Freizeichen, automatischer Digitalwahl und CLIP sollten noch etliche Jahre ins Land gehen.

Anders als beim Handy stagnierte die Entwicklung der Festnetztelefone etwas, als sie das Optimum dessen bieten konnten, was ihre Benutzer sich von den Geräten erwarteten: Einfache, schnelle und unkomplizierte Sofortkommunikation – insbesondere die Verbreitung von ISDN in den Privathaushalten sorgte noch vor dem Höhepunkt des Handybooms für bis dahin ungeahnte Kabelkunst. Doch in Sachen Multimedia sah es lange Zeit dürftig aus. Der Grund ist klar: Wer sowieso zu Hause sitzt, bekommt alle Möglichkeiten der für moderne Mobiltelefone so typischen Gadgets üblicherweise um Klassen besser. Wer braucht einen portablen MP3-Player, wenn er die HiFi-Anlage im Wohnzimmer anschmeißen kann? Was soll man mit einer Kamera am Telefon, wenn die eigene Digicam sowieso greifbar ist? Und wer eine Runde zocken möchte, kann doch zur Heimkonsole greifen…

Telefon-Technik



So funktioniert die Festnetz-Telefonie!

Ein Telefon funktioniert, indem die Sprechmuschel des Geräts Schallwellen aufnimmt, in elektrische Signale umwandelt und diese über die verbundene Leitung beim Empfangsgerät an den Lautsprecher der Hörmuschel abgibt. Dieser verwandelt die elektrischen Signale wieder in Schallwellen und das Gespräch ist komplett.

Übrigens: Der allererste Satz, der jemals per Telefon übermittelt wurde, soll in der Tat ein deutscher gewesen sein: "Das Pferd frisst keinen Gurkensalat" – gesprochen auf dem Reis-Telefon des Gelnhausener Physikers Philipp Reis. Mit dieser komplett sinnlosen Aussage wollte ein Kollege sicherstellen, dass der deutsche Wissenschaftler sich bei der Testvorstellung seines beeindruckenden Geräts keiner Tricks bediente.

Herr Bell und Co. hätten am Ende des 19. Jahrhunderts sicher große Augen gemacht, wenn sie die modernen Siemens-Produktionsstätten besucht hätten. Auf dem Bild in diesem Kasten entsteht ein Gigaset E360. Weitere Bilder in den Galerien auf dieser Seite zeigen Qualtitätsprüfungen wie Falltests oder das Überprüfen des Displays auf Staubdichtigkeit.

Moderne Zeiten

Von wegen! Kombiniert mit MMS macht eine schnappschusstaugliche Kamera an einem schnurlosen Festnetztelefon durchaus Sinn. Und viele Handyspiele haben mittlerweile eine Qualität erreicht, dass man sie gerne einmal ausprobieren möchte, auch wenn man zu Hause nur ein Groschenhandy vom Wühltisch herumliegen hat. Anders als diese Entertainment-Features zeigen aber den Mobiltelefonen entlehnte Bedienfunktionen ihren mächtigen Technik-Bizeps auch im Festnetz. Hochauflösende Farbdisplays mit Hintergrundbeleuchtung etwa – Hardware, ohne die sich heutzutage kein Handy mehr in die Verkaufsregale trauen darf – sind noch relativ selten. Insbesondere solche, die mit downloadbaren Wallpapern ausgestattet werden können. Voll im Trend liegen auch Geräte mit SIM-Kartenleser. So können z.B. Telefonbucheinträge Ihres Handys leicht und schnell in das Festnetzgerät übertragen werden.

CLIP (Rufnummeranzeige), DECT (Standard zur verlustarmen kabellosen Sprach- und Datenübertragung) und umfangreiche Telefonbuchfunktionen sind dagegen schon gewohnter Standard. Kein Wunder also, dass auch die Festnetztelefone jetzt ein paar Gänge höher schalten und bei ihren Fähigkeiten nachlegen! Allerdings muss man bei der Wahrheit bleiben: Die Hersteller arbeiten hier gerne nach dem Prinzip "Mit Speck fängt man Mäuse", packen etliche Funktionen in ihre Geräte, um sie auf dem Kaufradar der Smartphonefeature-verwöhnten Kundenmeute überhaupt auftauchen zu lassen.



Faszination Technik!


Moderne Technik übt nicht nur in der Kommunikationsindustrie eine ungeheure Faszination auf viele Menschen aus, sie bietet auch interessante Berufsperspektiven. Zum Beispiel diese hier:

Arbeitstier: Das analoge System

In deutschen Breitengraden kam das analoge Telefon erst im Jahr 1877 mit den Bell-Geräten so richtig ins Rollen. Zunächst mit einer bescheidenen Leitung von knapp zwei Kilometern im Herzen von Berlin. Nach diesem Erfolg versprechenden Testlauf allerdings verbreitete sich das System sehr zügig, und schon bald "schmückten" Telefonmasten die urbane Botanik – erste unterirdisch verlegte Fernsprechkabel sollte es in Deutschland nicht vor 1912 geben. Bis der Franzose Antoine Barnay 1923 die endgültige Version der analogen Telefonwählscheibe aus einigen umständlichen Vorgängermodellen heraus entwickelte, blieb zunächst nur das berühmte "Fräulein vom Amt", bei dem man sich entweder über Kurbel am Telefon oder per Verbindungsschalter bemerkbar machen musste – "wecken" hieß das selbst hochoffiziell. Die gute Frau stellte dann mit schnellen Fingern die gewünschte Verbindung her. Übrigens: Dass es sich bei dem Fräulein vom Amt immer um ein Fräulein handelte, hatte einen einfachen Grund: Die männliche Stimme war für die schlechten Leitungen zu tief.

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Gegen 1980 schließlich löste der Tastwahlblock, der auch heute noch in jedem Telefon seine Dienste leistet, die Wählscheibe allmählich ab. Die elektrische Struktur dieses Gerätes machte Bedienkomfort, wie etwa automatische Wahlwiederholung oder das Selbstwahlverfahren einer Nummer direkt aus dem gespeicherten Telefonbuch, erst möglich.

Der große Rauschangriff

Wie so ein Telefon eigentlich technisch funktioniert, haben wir in einem Kasten zusammengefasst. Simpel, aber sehr stabil und verlässlich, stellt der analoge Anschluss dem Benutzer eine konstante Telefonleitung zur Übermittlung von Sprach- oder Datensignalen zur Verfügung. Damit wären wir auch schon beim ersten Problem angekommen: Mehr als dieses eine Signal verträgt die analoge Technik nicht. Schlechte Karten also für jedermann, der gleichzeitig telefonieren und im Internet surfen möchte. Wer hier nicht Lust auf die Doppelkanäle via ISDN hat, für den bietet DSL eine interessante Alternative. Durch den Splitter können das analoge Telefonsignal und das digitale Internet getrennt voneinander und gleichzeitig übertragen werden.

Auch das Telefon kämpft mit einem typisch analogen Problem: der Signalkohärenz. Je weiter das gesprochene Signal reichen muss, desto mehr verliert es an Integrität. Und da jeder Versuch, es nachträglich zu verstärken, zwangsläufig und untrennbar auch das Hintergrundrauschen erhöht, wird das eigentliche Inhaltssignal irgendwann komplett unhörbar. Man spricht hierbei vom Signal-Rausch-Verhältnis, das gewissermaßen die Qualität eines Gesprächs angibt. Durch das digitalisierte EU-Netz ist das SR-Verhältnis bei Inlands- und Europagesprächen heutzutage höchstens noch ein kleines Problem, wer eine ganz lange Leitung hat, steht allerdings mit einem analogen Anschluss auf selbiger.

Handbetrieb

Blöd nur, dass der Wirkungskreis eines Telefons auf drei Meter plus Körperstreckdistanz begrenzt war. Dieses Problem hat die Erfindung des Schnurlosgeräts natürlich geradezu exekutiert. Das Konzept ist simpel: Man schließt eine Basisstation am eigentlichen Anschluss an, die ab sofort per Funknetz eine Verbindung zu einem oder mehreren Mobilteilen herstellt. Statt Kabel also eine sehr viel weiter reichende, drahtlose Verbindung. Endlich konnte man das Telefon dorthin mitnehmen, wo man am bequemsten sitzen / die Unterlagen, um die es im Gespräch ging, nachschlagen / den Herd abstellen / dem Fußballspiel folgen konnte. Freilich kann dafür nun aber nicht jeder Hersteller seine Lieblingsfrequenzen einstellen. Die passenden Protokolle sind hier wichtig.

Handy fürs Heim



Telefonieren ganz ohne Festnetz

Sie wollen am liebsten überhaupt kein Festnetztelefon mehr verwenden, sondern auch auf der Wohnzimmercouch voll und ganz auf Ihr Handy setzen? Dann sind für Sie
Mobilfunk-Tarife mit Festnetzsimulation eventuell  interessant.

Befinden Sie sich in einer von Ihnen festgelegten Zone – üblicherweise natürlich Ihrer Wohnung –, telefonieren Sie so auch mit dem Handy extrem günstig. Nahzonen arbeiten mit der wabenförmig unterteilten Struktur des Mobilfunknetzes, werden also bei der im Vertrag vereinbarten Distanz nicht exakt abgeschnitten. Ein Trip in die nahe Natur ist also sicher drin!

Oder Sie setzen von Anfang an auf eine Festnetz-Flatrate für Ihr Handy. Überlegen sollten Sie sich im Vorfeld, ob Sie tatsächlich auf eine DSL-Verbindung, eventuell eine zweite Leitung oder Festnetz-gebundene Zusatzangebote verzichten möchten.

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Ab der Mitte der 80er-Jahre waren das die MHz-Standards CT1, CT1+ und CT2 (CT jeweils für Cordless Telephone). CT1 ist mittlerweile komplett in das GSM-Netz der Mobiltelefone eingeflossen und daher für Festnetzsysteme in Deutschland nicht mehr zugelassen, der Betrieb von CT1+ wird hierzulande mit dem Jahreswechsel ins Jahr 2009 ebenfalls eingestellt. Mittlerweile ist aber sowieso das deutlich leistungsstärkere DECT-Protokoll im Einsatz, das bei idealen Bedingungen im Freien eine Funkreichweite von knapp 300 Metern erreichen kann, durch seine Spezialisierung auf Gebäudestörungen wie Wände etc. in Häusern zwischen 15 und 50 Meter packt und die bis jetzt beste und störungsfreiste Kommunikation zwischen Basisstation und Mobilteilen ermöglicht. In unserer Testübersicht finden sich daher nur noch DECT-Geräte.

Digitale Geburt: ISDN

Fast exakt 100 Jahre später sollte nach der Berliner Geburt des deutschen Analog-Telefonsystems dieselbe Stadt auch ISDN hervorbringen – und zwar als Europa-Pionier dieser Technik. 1979 legte die Deutsche Bundespost dort mit dem ISDN-Prototypen, genannt DIGON, den Grundstein für das digitale Telefonnetz, das in ganz Deutschland seit 1995 flächendeckend verfügbar ist. Bis jetzt haben sich national knapp 12 Mio. Nutzer für ISDN (Integrated Services Digital Network) entschieden, was in etwa 35% aller deutschen Anschlüsse entspricht.

Bilinguale Erziehung

Grundsätzlich bietet ISDN sämtliche Features, die wir Ihnen bereits für das analoge System vorgestellt haben. Der große Unterschied ist allerdings die Signalübertragung: ISDN arbeitet komplett digital. Dadurch wird das gesprochene Wort am Telefon sehr viel deutlicher übertragen, bei komplett digitaler Leitungsstrecke sogar nahezu verlustfrei. Computerdaten müssen nicht erst per Modem in eine analogtaugliche Sprache umgewandelt werden, sind stattdessen direkt ins Kabelnetz einspeisbar und so deutlich schneller. Da ein ISDN-Anschluss generell über zwei oder mehr beliebig verteilbare Kommunikationsleitungen verfügt, können auch stets zwei Systeme gleichzeitig aktiv sein. Zum Beispiel Telefon und Fax. Fax und Internet. Oder Internet und Internet gekoppelt zu einer besonders schnellen Leitung. Dazu werden "Rufnummern" für einzelne Geräte in Ihrem ISDN-Netz vergeben und sind so klar ansteuerbar. Geregelt wird dieses clevere System per MSN-Dienstkennung (MSN für Multiple Subscriber Number). Wer also viele Geräte im ständigen Einsatz braucht, ist mit ISDN sicher gut beraten.

Aufs Festnetz ganz verzichten? Das geht! Den passenden Tarif finden Sie hier!

VoIP im Trend



Dem Modem aufs Maul geschaut

Ebenfalls schwer im Trend: Die Internettelefonie, auch Voice over Internet Protocol oder kurz VoIP genannt. Grob gesagt, versteht man darunter ein Gespräch über Online-Computernetzwerke. Dazu können neben dem PC samt Headset auch spezielle VoIP-Telefone oder Standardgeräte mit einem passenden Adapter verwendet werden. Als „IP“ wird aber mittlerweile auch die einzelne Netzwerkadresse eines Computers bezeichnet. Statt einer Telefonnummer ruft man also bei VoIP quasi eine Nummer in einem Netzwerk an. Nicht nur sollen durch das Ausnutzen des Netzanschlusses die Kosten für sämtliche Kommunikationsbereiche drastisch reduziert werden, die komplette ISDN-Infrastruktur und das Telefonnetz könnten durch VoIP ersetzt werden.

Ein ambitioniertes Ziel, das zu beschreiben den Rahmen dieses Infokastens problemlos sprengen würde. Daher gibt es zu diesem Thema einen ausführlichen
VoIP-Report an dieser Stelle.

Digital telefonieren Sie übrigens unabhängig von Ihren Geräten spätestens ab der für Ihren Anschluss zuständigen Signalvermittlungsstelle. Denn die haben sich mittlerweile in ganz Deutschland komplett vom analogen System verabschiedet und digitalisieren jedes Signal spätestens bei dessen Servus im Hauseingang. Auch in den allergrößten Bereichen der EU ist ISDN bereits ausgebaut und verfügbar.

Verbindlichkeiten

Wer kein Heimbüro sein Eigen nennt, das Telefon nur für normal sterbliche Privatgespräche benötigt und nur ab und an ins Internet geht, fährt mit einem rein analogen Anschluss am günstigsten. Wer bei derselben Telefonbenutzung auch noch ein stabiles, gleichzeitiges und günstiges Internet zu schätzen weiß, darf bei einer DSL-Flatrate auf analoger Anschlussbasis zuschlagen. Unser Preistipp: Die momentan populären Komplettpakete aus analogem Telefonanschluss, DSL-Anschluss, Telefon-Flatrate und DSL-Flatrate lohnen sich enorm! Preislich liegen diese Angebote meist zwischen 20 und 30 Euro. Wer Elektrokommunikation lebt und atmet, gönnt sich ISDN-DSL inklusive Internet- und weltweiter Telefon-Flatrate! Zu haben ist alles. Die einzige Frage ist, was Sie sich wünschen – und ob der Geldbeutel sein Veto einlegt.

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